5 extrem gesunde Tätigkeiten, die nichts mit Sport zu tun haben

5 extrem gesunde Tätigkeiten, die nichts mit Sport zu tun haben
Es ist wieder einmal so weit: Der Weg in den dritten Stock hat dich völlig geschafft. Eigentlich wolltest du dich schon lange im Fitnesscenter anmelden, um etwas sportlicher zu werden. Aber wer hat dafür schon Zeit? Außerdem: Vielleicht muss das ja auch gar nicht sein!

Im Alltag schlapp und müde

Es gibt diese Momente immer wieder, in denen man auf gnadenlose Art und Weise daran erinnert wird, dass man eigentlich etwas fitter sein könnte.

Wenn der Schlüssel zum zweiten Mal zu Boden fällt und es leichter fällt, einen MacGyver–ähnlichen Greifarm zu basteln, als sich noch einmal zu bücken. Oder wenn der Kopf hochrot ist und es im Nacken pocht – weil der Weg von der Kantine zu weit ist. Aber auch einfach das Aufstehen jeden Morgen oder der kurze Sprint zur Straßenbahn.

Warum auch immer: Du möchtest eigentlich fitter sein. Es fällt dir aber schwer, regelmäßig die nötige Zeit für das Fitnesscenter aufzubringen, geschweige denn dich mit Trainings– und Ernährungsplänen zu beschäftigen.

Möglicherweise löst diese Art von Sport gar nicht unmittelbar deine Probleme. Nicht, dass Sport nicht gut für dich wäre – aber vielleicht stimmt schon das Fundament nicht.

Das gesunde Fundament

Es gibt eine Menge Tätigkeiten abseits von Krafttraining und Laufbändern, die dir Energie und Gesundheit spenden. Tätigkeiten, die jedes Kind seit seiner Geburt kennt und täglich ausführt. Keine komplizierten Bewegungsmuster und keine besondere Ernährungsweise.

Möglicherweise übersiehst du vor lauter Arbeit, Stress und Werbung, was ein gesundes, »normales« Fundament ausmacht. Fit sein und sich gut zu fühlen ist nicht das Produkt von ein paar Trainingsstunden. Es ist ein ganzheitliches Dasein.

Mach einen Schritt zurück und betrachte deine Gesundheit als Ganzes. Stimmt die Basis? Wenn du diese Frage bejahen kannst, ist es vielleicht an der Zeit sich ans Laufen oder Training zu machen.

Vernachlässigst du diese gesunden Tätigkeiten?

Lies dir die folgenden Tätigkeiten durch und versuche, sie nicht als selbstverständlich zu betrachten. Versuche sie eher als wichtiger Teil eines funktionierenden Ganzen zu sehen.

Richte deine Aufmerksamkeit auf jede dieser Tätigkeiten und frage dich ehrlich, ob dieser Punkt bei dir vielleicht zu kurz kommt. Bevor du beginnst, zwischen Dinkel– und Roggenmehl oder Chia– und Leinsamen zu wählen, stelle sicher, dass diese fünf Punkte in deinem Alltag gewährleistet sind:

1. Trinken

Bemerkst du manchmal abends, dass du den ganzen Tag lang vielleicht zwei Gläser Wasser getrunken hast? Oder überhaupt kein Wasser? Wasser zu trinken ist so einfach, dass es oft einfach vergessen wird. Es ist aber auch wichtig, um unseren Organismus aufrecht zu erhalten.

Der einfachste Schritt ist, sich eine App herunterzuladen, die dich ans Wassertrinken erinnert. Ich denke, die Übung ist aber viel weniger, regelmäßig Wasser zu trinken, als sich selbst zu spüren. Dein Körper sagt dir schon, wann er durstig ist – du musst nur noch darauf hören und reagieren.

Du magst kein Wasser? In einem anderen Artikel habe ich beschrieben, wie du Wasser lieben lernst – oder zumindest, welche Alternativen zu Softdrinks und Fruchtsäften sinnvoll sind.

Mir hilft es, darüber nachzudenken, woraus ich gemacht bin. Wenn ich feststelle, dass ich mit jedem Glas Wasser meinen Organismus füttere, alle möglichen Prozesse in Gang setze und nachhaltig etwas für meine Gesundheit tue, dann genieße ich das Wasser nicht nur, sondern liebe es.

Es ist nicht besonders schwer, das regelmäßige Wassertrinken in den Alltag zu integrieren.

2. Frische Luft

Sitzt du den ganzen Tag im Büro? Dann im Auto und dann in deiner Wohnung? Versuche doch einmal, zwischen Arbeit und Heimweg ein bisschen Zeit draußen zu verbringen. Oder einen kleinen Spaziergang vor der Arbeit oder in der Mittagspause zu machen.

Frische Luft ist ein wahrer Energiespender. Es fühlt sich gut an, sie zu atmen und auf der Haut zu spüren. Immer eingesperrt zu sein ist nicht gut für uns. Wir sollten uns bemühen, jeden Tag Zeit bewusst an der frischen Luft zu verbringen. Diese Übung kann sehr meditativ sein.

Nutze deine Pausen bewusst, um an die frische Luft zu gehen. Vielleicht kannst du mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren, oder ein Stück des Weges zu Fuß zurücklegen.

3. Ruhe

Oft sehen wir Schlaf als etwas Selbstverständliches. Das ist schade, denn unser Schlaf hat enormes Potential. Er kann den Unterschied machen zwischen einem müden und schlechten oder einem energiegeladenen Start in den Tag.

Aber damit meine ich nicht nur den Schlaf in der Nacht. Auch regelmäßige Pausen sind wichtig. Pausen, in denen sich Körper und Geist erholen können. In der Arbeit könnten das zum Beispiel ein paar Minuten an der frischen Luft sein.

Versuche, deinem ganzen Körper Pausen zu gönnen – belaste nicht deine Augen und dein Gehirn, indem du auch in den Pausen am Handy hängst. Versuche lieber, nichts zu tun.

Regelmäßige Pausen geben Kraft und dem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren – ohne Pausen hilft auch das Fitnesscenter nicht.

4. Anstrengung

Belastung und Entlastung sollten in einem angemessenen Verhältnis stehen. Natürlich ist der Alltag oft schon belastend genug. Trotzdem sollten wir ab und zu herausfinden, wo unsere Grenzen sind.

Regelmäßig richtig flott die Stiegen zur Wohnung hinauf zu gehen – vielleicht zwei oder dreimal hintereinander. Das bringt dich wahrscheinlich ganz schön ins Schwitzen. Gut so, es muss nicht immer das Lauftraining sein, aber regelmäßig die Komfortzone deutlich zu verlassen ist gut für Körper und Geist.

5. Spaß

Dieser Punkt ist so wichtig: Habe Spaß bei allem, was du tust. Das ist nicht immer einfach, aber es lässt sich üben. Spätestens jetzt bemerkst du wohl, wie einfach kleine Kinder all diese Punkte aussehen lassen. Ihr Alltag besteht (hoffentlich) großteils aus frischer Luft, Bewegung, Ruhe, Essen, Trinken und Spaß.

Spaß zu haben ist ein wichtiger gesundheitlicher Faktor. Was bringt dir das regelmäßige Training, wenn du es hasst? Dann triff dich doch lieber mit ein paar Freunden zum Fußballspielen oder laufe mit deinen Kindern um die Wette.

Vielleicht macht es dir auch Spaß, neue Sportarten auszuprobieren. Wie wäre es mit Klettern, Rollschuhfahren oder einer östlichen Kampfsportart?

Kreativ werden

Wasser, frische Luft, Anstrengung, Ruhe und Spaß lassen sich optimal verbinden. Wenn du es schaffst, diese Punkte in deinen Alltag zu integrieren, dann musst du dich nicht länger darüber ärgern, dass du keinen Sport machst.

Möglicherweise beeinflussen dich diese Punkte sogar so sehr, dass du Lust bekommst, Sport zu machen oder du entdeckst eine neue Sportart für dich. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – Sport und körperliches Wohlbefinden ist mehr als Krafttraining und Laufen.

Artikel von Dominik Radl



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