Verschwendest du täglich wertvolle Energie bei diesen trivialen Tätigkeiten?

Verschwendest du täglich wertvolle Energie bei diesen trivialen Tätigkeiten?
Ich betrachte unsere Lebensenergie als eines der wertvollsten Güter. Ich bin überzeugt davon, dass es eine zentrale Aufgabe sein sollte, positive Energie zu vermehren. Damit nicht genug, ich denke auch, dass es eine tägliches Anliegen sein muss, diese positive Energie so gut wie möglich zu schützen, und sie sinnvoll einzusetzen.

Mit Energie wirtschaften

Mit »positive Energie vermehren« meine ich, dass wir unsere eigene Energie pflegen – zum Beispiel durch guten Schlaf und Tätigkeiten, die wir gerne machen – und dann uns selbst und andere Menschen damit bereichern sollten.

Energie zu schützen bedeutet, achtsam zu sein, wofür wir sie einsetzen. Nicht, ständig im Energiesparmodus zu sein, das ist genau das Gegenteil, wovon ich spreche. Aber es bedeutet, darauf zu achten, was mich Energie kostet und ob ich Energie dafür zurückbekomme.

Es bedeutet auch, achtsam dafür zu sein, wie sich meine Energie verändert. Sorgen bestimmte Tätigkeiten dafür, dass meine positive Energie sich verschlechtert? Oder kann ich durch den achtsamen Einsatz positiver Energie vielleicht sogar mehr positive Energie schaffen – in mir selbst oder in anderen Menschen?

Was das Geben von Energie betrifft, gehe gerne in Vorleistung. Mit anderen Menschen habe ich damit beste Erfahrungen gemacht. Lass dich auf etwas ein, beginne zu geben und erwarte, was passiert. Bedenke aber, dass wir Energie nicht nur im Zusammenhang mit anderen Menschen investieren, sondern auch bei jeder Tätigkeit.

Wenn der Energiefluss stimmt, können wir jeden Tag ein großartiges Leben führen. Hart zu arbeiten ist kein Problem, wenn uns diese Arbeit – neben der Menge Geld, wie wir zum Leben brauchen – etwas retour gibt. Sport zu machen, gesund zu kochen, zu lesen, zu tanzen oder zu spielen – diese Tätigkeiten geben uns unsere Energieinvestition unmittelbar zurück. Über eine gewisse Zeit sogar in größerem Ausmaß als wir ursprünglich gegeben haben.

Energieverschwendung als Traumjob?

Manchmal schmerzt es mich, zu sehen, wieviel Energie bei der Lösung völlig unwichtiger Probleme, beim Grübeln über irrelevante Themen oder bei der Diskussion mit immer wieder denselben Standpunkten verpufft. Klar, Probleme gehören gelöst und Diskussionen sind notwendig und besser als Faustkämpfe.

Aber sich selbst zu geißeln, indem ein hohes Maß an Energie in etwas eindeutig Unwichtiges gesteckt wird und dann Anerkennung, ein hohes Gehalt oder sozialen Status zu erwarten ist nichts als Unfug.

Dieses Verhalten kennen wir meistens aus der Ferne. Oft werden Politiker, Menschen in großen Unternehmen und Beamte bezichtigt, sich so zu verhalten. Aber ich denke, auch wenn wir es nicht so leicht bemerken, verschwendet doch fast jeder seine Energie an der einen oder anderen Stelle und denkt, irgendetwas damit zu erreichen.

Wo verschwendest du deine Energie?

Ich habe über die letzten Jahre versucht herauszufinden, wofür ich selbst meine Energie einsetze und was ich unternehme, um welche zu gewinnen. Mittlerweile haben sich einige Tätigkeiten manifestiert, die mir enorm viel Energie geben. So zum Beispiel Meditation, Sport, Musik, Lesen, Kochen, Essen, Kaffee, Tee oder Wein zu trinken oder Zeit in der Natur zu verbringen.

Interessanter wird es, wenn sich mehrere Energien beeinflussen. Der zwischenmenschliche Kontakt kann eine so aufregende Erfahrung sein. Du kennst doch sicher diese Lachanfälle unter Freunden, die immer intensiver werden, bis keiner mehr sprechen kann und Tränen lacht. Oder die geballte Energie bei Fußballspielen oder anderen Sportereignissen. Diese Magie kann ekstatische Ausmaße erreichen.

Deshalb ist es auch so wichtig, gute Freunde zu treffen, mit ihnen zu reden, zu lachen, zu essen, Spaß zu haben. Oder Bekannte zu Freunden zu machen, sich mit Menschen zu unterhalten, die ähnliche Werte teilen, neue Menschen kennenzulernen, alte Kontakte aufzufrischen.

Aber ich habe auch bemerkt, dass ich Energie oft verschwende, ohne irgendetwas zurückzubekommen. Ich versuche immer, diese Tätigkeiten ausfindig zu machen und dann nach Möglichkeit zu vermeiden.

Fünf Verhaltensmuster, die täglich Energie kosten

Hier sind fünf tägliche Verhaltensmuster, die eine Menge Energie kosten. Vielleicht erkennst du ja die eine oder andere Handlung wieder – dann gilt es, sie zu vermeiden und dich damit selbst zu bereichern.

  1. Über etwas ärgern, das du nicht ändern kannst. Warum muss es heute wieder regnen? Das ist ärgerlich, ich wollte doch dieses oder jenes machen. Kennst du diese Situation? Von dir oder von anderen Menschen? Schlechte Laune, weil du dich über etwas ärgerst, das du nicht ändern kannst. Das kann das Wetter sein, aber auch der Verkehr, die Öffnungszeiten irgendwelcher Geschäfte oder ein unvorhergesehenes Ereignis. Du wendest eine Menge Energie auf, die eigentlich positiv sein könnte und verwandelst sie in schlechte Laune und Ärger. Das schadet dir und allen Menschen in deiner Umgebung. Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wieviel Energie jemand aufwenden muss, um dich aus dieser zornigen Situation zu befreien, dich aufzuheitern?
  2. Kleidung auswählen. Jeden Tag die gleiche Qual. Was soll ich anziehen? Wenn du denkst, dieses Problem hätten nur Frauen, denkst du falsch. Viele Menschen wenden jeden Morgen eine Menge Energie auf, nur um zu entscheiden, was sie anziehen sollen. Meiner Meinung nach ist diese Energieinvestition verschwendet. Ich selbst habe dieses Problem gelöst, indem ich jeden Tag etwas trage, das zusammenpasst und das ich liebe – und zwar jeden Tag ungefähr das Gleiche. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber du solltest einer minimalistischen Garderobe (einer sogenannten »Capsule Wardrobe«) zumindest eine Chance geben. Katharina von modernslow.com pflegt ihre kleine Garderobe schon seit einiger Zeit. In einem Artikel erklärt sie, wie du in sieben Schritten deine Capsule Wardrobe entwickelst. Auch Jenni hat auf mehralsgruenzeug.com den umfangreichen Artikel »Capsule Wardrobe – wie anfangen?« geschrieben.
  3. Arbeit aufschieben. Dich vor dem ersten Schritt zu drücken kostet eine ganze Menge Energie. Bist du eher der Typ, der sich mit Unterhaltung – Fernsehen oder Internet – ablenkt, oder erledigst du sogar andere, unwichtige Aufgaben, um deine eigentliche Arbeit nicht machen zu müssen? Egal, jedenfalls kostet es mehr Energie, dich abzulenken, als einfach zu starten. Wie du das am Besten machst, liest du in meinem Artikel über Prokrastination.
  4. Versuchen, jemand anders zu sein. Warum sollte ich versuchen, jemand anders zu sein? Vielleicht bemerkst du es nicht, aber wahrscheinlich kennst auch du Situationen, in denen du das versuchst. Es gibt Freundschaften, die nur darauf beruhen, dass du vorgibst, jemand anders zu sein. Oft wollen wir Menschen beeindrucken, oder uns deren Anerkennung verdienen. Nicht authentisch und aufrichtig zu sein ist ein irrer Aufwand. Selbst wenn du denkst, dafür Anerkennung zu bekommen, so kann diese nicht aufrichtig sein und deine Energieinvestition nie ausgleichen können.
  5. Über andere Menschen ärgern. Diese Angewohnheit ist sehr schwer abzulegen. Immer wieder erwische ich mich dabei, mich darüber zu ärgern, wie sich andere Menschen verhalten. Dabei ist das doch so sinnlos. Es ist nicht möglich, damit irgendetwas zu erreichen. Du kannst Menschen nicht verändern, aber du kannst ihnen ein gutes Vorbild sein. Verschwende deine Energie also nicht damit, dich über Menschen zu ärgern, sondern investiere sie, um ihnen ein gutes Vorbild zu sein.

Achte auf deine Energie

Ich rate dir, deine Energie als wertvolles Gut zu behandeln. Achte darauf, wofür du sie einsetzt und wodurch du welche bekommst. Versuche dich von Tätigkeiten und Menschen zu distanzieren, die Energie beanspruchen, dir aber auf Dauer keine zurückgeben.

Vielleicht hast du die dezenten Buttons am Ende des Artikels bemerkt. Sie sind neu. Wenn du jemanden kennst, der täglich seine Energie für triviale Tätigkeiten oder Verhaltensmuster verschwendet, teile diesen Artikel. Möglicherweise geht deinen Freunden ein Licht auf und sie nehmen wahr, wie viel besser es ihnen gehen kann.

Darum bitte ich dich, für das Wohlergehen deiner Freunde und das Wachstum meines Blogs, diese Buttons zu benutzen. Sharing is caring.

Artikel von Dominik Radl



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