10 bombensichere Taktiken, gute Gewohnheiten beizubehalten

10 bombensichere Taktiken, gute Gewohnheiten beizubehalten
Das alte Spiel: Wir nehmen uns vor, eine neue Gewohnheit zu entwickeln, lassen sie aber nach einer Zeit still und heimlich wieder sein. Bei mir ist der Grund meistens, dass »das Leben« dazwischen kommt. Das rede ich mir zumindest ein. Die Wahrheit ist, dass eine gute Gewohnheit auch mit Veränderungen im Alltag machbar ist.

Wie man eine Gewohnheit entwickelt und warum du das tun solltest, kannst du in meinem Handbuch »Ein Jahr für Veränderer« nachlesen. Ich habe auch schon darüber geschrieben, warum es so unangenehm ist, eine Gewohnheit zu entwickeln und was du dabei vermeiden solltest.

Oft ist das Problem nicht unbedingt das Entwickeln der Gewohnheit, sondern das Dranbleiben. Zu Beginn hilft uns noch die anfängliche Motivation, die Gewohnheit beizubehalten. Nach ein paar Wochen kommt aber meistens das erste Tief.

Hier übersteigt der Aufwand unsere Motivation und wir müssen eine gewisse mentale Stärke aufbringen, dieses Plateau zu überwinden. Glücklicherweise bist weder du noch ich ein Einzelfall. Tausende Menschen haben dieses Problem und haben sich mit der Zeit interessante Wege einfallen lassen, am Ball zu bleiben.

Hier sind zehn Taktiken, die du nutzen kannst, um unangenehme Plateaus zu überwinden, dich zu deiner Gewohnheit zu verpflichten und nachhaltig erfolgreich zu sein:

  1. Mach es öffentlich. Erzähle deiner Familie, deinen Freunden und allen Menschen, die du auf Facebook erreichen kannst, dass du ab jetzt jeden Montag und Donnerstag laufen gehst. Mach ein richtig großes Ding daraus und nimm dein Versprechen ernst.
  2. Führe einen Gewohnheiten-Kalender. Nutze entweder deinen üblichen Kalender, oder hänge einen neuen an eine gut sichtbare Stelle. Trage deine geplanten Gewohnheiten ein und hake sie ab, wenn du sie erledigt hast. Nutze große bunte Punkte oder Sticker, um es auffällig zu machen, wenn du deine Gewohnheit verpasst hast.
  3. Definiere eine Konsequenz bei einem Freund. Bitte einen Freund, dich zu kontrollieren. Versprich ihm etwas, wenn du deine Gewohnheit nicht einhältst. Es sollte so unangenehm sein, dass du sicher am Ball bleibst, aber so harmlos, dass es keine Konsequenzen nach sich ziehst. Versprich ihm 50 Euro, lass ihn eine Torte in dein Gesicht werfen oder lass ihn ein Video auf YouTube stellen, in dem du einen Kübel Wasser über den Kopf geleert bekommst.
  4. Spende an schlechte Organisation. Verpflichte dich dazu, eine Spende an eine Organisation zu machen, die du nicht leiden kannst. Du kannst zum Beispiel den Fanclub der Fußballmannschaft unterstützen, die du am wenigsten leiden kannst, oder an die »George W. Bush Presidential Library« spenden.
  5. Hol dir einen Partner. Trainiere mit jemandem anderen, oder triff dich regelmäßig zum Laufen. Wenn du weißt, dass jemand zu einer bestimmten Zeit auf dich wartet, wirst du ihn sicher nicht stehen lassen, nur weil du dich heute »nicht danach fühlst.«
  6. Mach eine Challenge daraus. Ruf all deine Freunde auf, eine Challenge mit dir zu machen. Fordere sie heraus, jeden Tag 30 Liegestütze zu machen. Auf Facebook kannst du zum Beispiel eine Gruppe erstellen und Beweisvideos hochladen. Je mehr Leute dabei sind, desto größer ist die Motivation.
  7. Lass dich erinnern. Bitte jemanden darum, dich regelmäßig an dein Training, deine Meditation, deinen neuen Ernährungsplan oder das Nichtrauchen zu erinnern. Bitte die Person, wirklich lästig zu sein und nicht locker zu lassen. Oft reicht schon eine SMS um dich daran zu erinnern.
  8. Professionelle Hilfe. Engagiere einen Trainer, der dir beim Training hilft. Besuche eine Meditationsgruppe oder schließe dich einem Lauftreff an. Unter Gleichgesinnten fällt es leichter, eine Gewohnheit zu entwickeln und da du die Menschen persönlich kennst, wird es dir nicht leicht fallen, ihnen abzusagen.
  9. Erinnerungen im Alltag. Manchmal, gerade am Anfang, vergessen wir tatsächlich auf unsere Gewohnheiten. Gerade wenn es um gesundes Essen oder einen aktiveren Alltag geht, überwiegen oft die schlechten Angewohnheiten von früher. Platziere Zettel oder Bilder mit Botschaften, wo du sie oft siehst. Hänge einen Zettel mit der Aufschrift »Bewege dich!« an deinen Fernseher und nimm ihn erst um 18.00 Uhr ab.
  10. Nutze das Internet. Melde dich in einem Forum an, oder führe einen Blog. Die meisten Foren bieten persönliche Kategorien an, in denen du die Möglichkeit hast, deinen Fortschritt für alle sichtbar zu dokumentieren. Nutze diese Möglichkeit – es kann ein großer Motivationsfaktor sein, positives Feedback von anderen Mitgliedern zu bekommen.

Ich habe eine Plattform gefunden, die einige dieser Punkte vereint: Auf www.stickk.com kannst du dein Ziel festlegen, eine Konsequenz auswählen (einschließlich mehrerer Anti-Charities wie Fußballvereine) und Freunde einladen, die dich überprüfen. Ich habe den Service selbst noch nicht getestet, aber wenn du Erfahrungen hast, würde mich ein Kommentar unter diesem Artikel sehr freuen.

Ein Gedanke zum Abschluss

Die meisten dieser Punkte verlangen nach Menschen, die dir dabei helfen, am Ball zu bleiben. Vielleicht brauchst du Menschen, die du kennst, deine Familie, Freunde oder Bekannte um am Ball zu bleiben. Oder du brauchst die Hilfe von Hunderten oder Tausenden Menschen, die in Foren oder Gruppen angemeldet sind.

Denk daran, dass diese Menschen bereit sind, dir zu helfen. Zeige den nötigen Respekt, ob du die Person kennst oder nicht. Zeige Wertschätzung, dass sie bereit sind, ihre eigene Zeit zu opfern, um dir in den Allerwertesten zu treten. Streng dich an und gib alles, dass ihr Aufwand nicht umsonst gewesen ist.

Wenn dich jemand bittet, ihm bei der Umsetzung einer Gewohnheit zu helfen, denk daran, dass du jederzeit in dieser Situation sein könntest und hilf wo du kannst.

Habe ich etwas vergessen?

Fallen dir weitere Techniken ein, am Ball zu bleiben? Wie gehst du mit Gewohnheiten um? Hast du schon einmal mit Konsequenzen gearbeitet – wenn ja, welche?

Deine Erfahrungen interessieren mich und ich würde mich über einen Kommentar unter diesem Artikel sehr freuen.

Artikel von Dominik Radl



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